Pressemitteilungen

28. Februar 2009, Frankfurter Neue Presse

Kerbeverein wählt Vorstand

Berkersheim.Der Berkersheimer Kerbeverein lädt ein zur Hauptversammlung. Sie beginnt am kommenden Montag um 20 Uhr im Gerätehaus der Freiwilligen Feuerwehr, An der Roseneller.

Auf der Tagesordnung stehen auch die Wahlen des für zwei Jahre amtierenden stellvertretenden Vorsitzenden, des Kassierers und des Kassenrevisors. Auch gibt es einen Ausblick auf die Kerb und die Erörterung der Satzungs-Änderung vom 9. Februar.

29. September 2008, Frankfurter Neue Presse

Die Kleinen sind die Größten

Berkersheim. Der Festzug aus elf Nummern setzt sich um 14.30 Uhr in Bewegung. Inmitten der Kolonne liegt auf einem alten Leiterwagen eine 24 Meter lange Douglasie, geschmückt mit bunten Kreppbändern. Ein Traktor zieht den Wagen. Vom Dachsberg geht es quer durch den Stadtteil bis zum Festzelt am Reitplatz an der Nidda. Hier wird der Baum für die 242. Kerb in Berkersheim aufgestellt.

Christian Werner führt am vergangen Samstag als Fahnenträger den Zug an. Dabei schwenkt er das Tuch mit dem Abbild des Wahrzeichens der Kerb im Takt der Spielmannskappelle «Main Brass Band», die hinter ihm läuft. Der 23-jährige ist der älteste der Kerbeburschen, in deren Verantwortung die Douglasie ist. Ihm folgen außerdem die Majorette schwingenden Mädchen der «Fidelen Eckenheimer», die Kindergartengruppe der Michaelisgemeinde, Mitglieder des TSV Berkersheim, der Bonameser Spielmannszug, aber auch Oldtimerfans mit ihren alten Treckern. Manche sitzen auf geschmückten Wagen, die von Traktoren gezogen werden und werfen den Zuschauern Bonbons zu. Andere laufen mit, wie die Harheimer Kerbeburschen. «Die sind zum ersten Mal dabei», erzählt Benjamin Wolff. Der 17-jährige Schüler ist neuer Präsident der Kerbeburschen und sitzt auf dem Stamm der Douglasie, dabei blickt er aufmerksam nach vorn, späht nach jeder Kurve. Mit ihm auf dem Stamm und auf dem Traktor sitzt der Rest der neun Kerbeburschen, zwei davon sind Mädchen. In dem 1910 eingemeindeten Stadtteil ist es Tradition, dass bei den Kerbeburschen nicht nur Männer dabei sein dürfen.

Die erste Kurve liegt vor dem 500 Meter langen Zug. Es dauert nicht lange, da springt Benjamin Wolff und seine Gruppe vom Stamm des Kerbebaums. Der Traktor bremst. Fast bleibt er stehen, als die Jungs und Mädels den Leiterwagen aus der Vorkriegszeit anheben und den Baum langsam durch die Straßenbiegung tragen. Das zahlreich erschienene Publikum johlt am Straßenrand. «Das müssen wir bei jeder Kurve machen, sonst bleibt das lange Ding zwischen zwei gegenüberliegenden Häusern hängen», ruft Wolff lachend und springt wieder auf den Stamm, während der Traktor anzieht. Zuschauende Kinder und Erwachsene entschließen sich dem Zug zu folgen, der sich vor der Untergasse von der Douglasie und ihren Aufpassern trennen muss. «Jetzt geht es gleich durch den Viadukt runter zur Nidda», erklärt Wolff. «Da können wir nicht mit, weil der Baum nicht durch die Kurve direkt hinter dem Tunnel kommt.»

Derweil füllt sich der Platz vor dem Festzelt und die ersten Teilnehmer des Umzuges treffen ein. Ralf Mohr, Pressesprecher der Kerbegesellschaft, sorgt dafür, dass ein großer Bereich abgesperrt wird. «Der Baum soll niemanden verletzten, falls beim Aufstellen etwas schief geht.» Schließlich bringen die Kerbeburschen die Douglasie auf den Platz und stellen ihn traditionsgemäß auf. Es dauert keine halbe Stunde, bis der Nadelbaum in seiner Halterung, einem Kuliloch direkt vor dem Festzelt, steht. Wolff und Werner hämmern den Stuhl für das Kerbemaskottchen – der Kerbelies – in sechs Meter Höhe an den Stamm und befestigen die Puppe darauf. Die elf Jugendlichen werden mit einem kräftigen Applaus belohnt.

Mohr und die Kerbeburschen sind zufrieden. Dieses Jahr habe es keine Schwierigkeiten bei der Organisation gegeben, das Unterhaltungsprogramm sei umfangreich, erzählt der Pressesprecher. Am Freitag sei der erste Höhepunkt mit einer Zeltdisco gewesen. «Wir hatten so viele Besucher, dass wir Getränke nachliefern lassen mussten.» Mohr hofft für die Kerbeburschen, dass auch heute Abend die Band «Desperados» genauso viele Besucher ins Zelt lockt.

Den Abschluss der Kerb bildet dann ebenfalls heute die Verbrennen des Maskottchen vor dem Festzelt.

26. September 2008, Frankfurter Rundschau

ERSTER PREIS - DER KERBEBAUM

Berkersheim. Drei Tage wach, das Zelt hebt ab": Wer dem Motto der Disco auf der Berkersheimer Kerb getreulich folgt, verpasst nichts vom Programm der 242. Auflage. Von Freitag, 26., bis Montag, 29. September, erwartet die Besucher viel Unterhaltung am Festplatz.

Am Freitag startet die Kerb mit zwei Discos. Ab 17 Uhr kommen die Kinder auf ihre Kosten, ab 20 Uhr die Erwachsenen unter dem genannten Motto. Paul Engstfeld und Jens Heinrich legen dann aktuelle Hits und Klassiker auf. Die Zeit von 21 bis 22 Uhr läuft als Happy Hour. Der Samstag beginnt mit dem Kerbeumzug. Um 14.30 Uhr geht es Am Dachsberg los und quer durch den Stadtteil. Anschließend stellen - ganz traditionell - zehn Kerbeburschen und drei -mädchen den Kerbebaum auf dem Gelände am Reitplatz auf. Den Abend gestaltet die Band "Desperado". Höhepunkt ist die Verlosung des Baums.

Mit dem Festgottesdienst um 11 Uhr läutet die Michaelisgemeinde den Kerbesonntag ein. Anschließend lädt der Kerbeverein zum gemeinsamen Mittagessen, am Nachmittag wirbt ein Flohmarkt um Kunden. Um 19.30 Uhr treffen sich die Kinder zum Lampionumzug, bevor der Tag im Festzelt ausklingt. Ganz Hartgesottene lassen die Kerb am Montag mit dem für 10 Uhr angesetzten Frühschoppen ausklingen. Prfb

25. September 2008, Frankfurter Neue Presse

Berkersheimer Kerb beginnt morgen

Berkersheim. In Berkersheim wird am Wochenende die Kerb gefeiert. Los geht’s morgen, 26. September, um 17 Uhr mit einer Kinderdisco auf dem Festgelände, das am Reitplatz nahe der Nidda ist. Um 20 Uhr beginnt die Disco für Erwachsene. Mit dem Kerbeumzug geht’s am Samstag, 27. September, um 14.30 Uhr weiter. Start ist Am Dachsberg. Gegen 16 Uhr wird der Kerbebaum aufgestellt, dazu gibt’s Kaffee und Kuchen. Am Sonntag, 28.September, beginnt der Tag um 11 Uhr mit dem Gottesdienst im Festzelt. Anschließend gibt’s Mittagessen und Kerbetreiben. Um 19.30 Uhr startet der Lampionumzug, wiederum Am Dachsberg. Der Tag klingt im Festzelt aus. Am Montag, 29. September, beginnt der Frühschoppen um 10 Uhr. Abends endet die Kerb mit der Verbrennung der Kerbelies.

24.09.2006: Weil es viel Nachwuchs gibt, der anpacken will, muss Berkersheim nicht mehr im Saal feiern

Wir stemmen die Zeltkerb

Von Andreas Haupt

Berkersheim. Die Kommandos von Michael Schack schallen über den Platz vor dem Festzelt. „An den Baum, hau ruck.“ Gemeinsam mit Kerbepräsident Sebastian Steinmetz dirigiert Schack, früher selbst Kerbebursche, das Ansetzen der Leitern, damit der 21 Meter lange Kerbebaum nicht aus dem Gleichgewicht kommt. Seit Freitagabend feiert Berkersheim seine Kerb, die seit dem vergangenen Jahr wieder als Zeltkerb daher kommt. Noch bis heute Abend wird auf dem Gelände des Reit- und Fahrvereins Niddertal auf die Pauke gehauen. 

Höhepunkt ist wie in jedem Jahr das Aufstellen des Baums. Die Fichte haben die zwölf Kerbeburschen und fünf -mädchen zusammen mit ihren Vorgängern aus dem Vilbeler Wald geholt. „Um 8 Uhr haben wir uns am Samstag getroffen, um zunächst das Zelt aufzuräumen“, sagt Ralf Mohr, Pressewart des Kerbevereins (BKV). Ist es doch bereits am Freitagabend mit der Kinderdisco und dem anschließenden „Berkschemer Night Fever“ hoch her gegangen.

Um 10 Uhr ging es los in den Wald, damit der Baum fertig geschmückt rechtzeitig um 14.30 Uhr zum Beginn des Festzugs bereit stand. Auf einem Leiterwagen wurde der Baum traditionell per Trecker kreuz und quer durch den Ort zum Festplatz gezogen – wobei die jungen Berkersheimer auf seinem Stamm ritten. In diesem Jahr im Zug nahm neben dem Nachwuchs des Turn- und Sportvereins Berkersheim erstmals auch Frankfurts Apfelweinkönigin Mandy I. am Korso teil. Die passende Musik lieferte die „Main Brass Musik- und Showband“ aus Offenbach. 

Abends dann sorgten die Kerbeburschen beim Kerbetanz mit der Band „Topsound“ und dem obligatorischen Kerbetreiben für Party-Stimmung. Unter den Mädchen aus dem Stadtteil kürten sie „Berkersheims Next Top Model“. Als Preis gab es dabei den Kerbebaum zu gewinnen. Auch die bekannte Fernsehshow „Herzblatt“ feierte im Festzelt ein Comeback.

Dank des Bürgervereins, der tausende rot-weiße Fähnchen und Luftballons an die Bevölkerung verteilt hatte, war der Stadtteil üppig geschmückt. „Überall haben die Menschen toll mitgefeiert, vor allem oben am Dammgraben“, sagt Mohr. 

Den ökumenischen Festgottesdienst im Festzelt leitete gestern der evangelische Prädikant Bernd Oettinghaus gemeinsam mit Pastoralreferent Martin Dück von der katholischen Gemeinde zur Allerheiligsten Dreifaltigkeit. Wie in jedem Jahr zeichnete auch an diesem Sonntag der TSV Berkersheim für das Mittagessen und das anschließende Kerbetreiben verantwortlich. Für Groß und Klein gab es Flohmarkt, Dosenwerfen, Kuhmelken – das Tier aus Holz, versteht sich – und andere selbst entworfene Spielen. Den Abschluss des Abends bildete traditionsgemäß der Lampionumzug der Kinder durch Frankfurts kleinsten Stadtteil. 

„In den vergangenen Jahren hatten wir weniger Kerbeburschen“, sagt Steinmetz. Deshalb habe es nur zu einer Kerb im Lemp’schen Saal gereicht. Doch inzwischen sei die Truppe wieder so groß, dass sie eine Zeltkerb stemmen könne. „Das kommt bei den Besuchern besser an. Die Stimmung ist einfach eine andere.“ 

Zwar bedeute dies für alle Mitorganisatoren mehr Arbeit, angefangen beim Aufbau des Zelts. „Aber wir haben hier viel mehr Freiheiten, stören niemanden mit unserem Fest.“ Da störte es auch nicht weiter, dass der Kerbebaum nicht durch die Kurve an der Bahnunterführung wollte, sodass ein Umweg über den Bahnübergang am anderen Ende des Ortes erforderlich wurde. 

Für den Frühschoppen heute aber 10 Uhr haben sich die Berkersheimer Handwerksbetriebe unter Leitung von Treppenbauer Wolfgang Diehl und Zimmermann Thomas Quanz wieder eine Überraschung einfallen lassen. „Die haben schon Go-Kart-Rennen organisiert oder sind über heiße Kohlen gelaufen“, erinnert sich Mohr. Zum Ausklang der Kerb legen ab 20 Uhr die Disc-Jockeys von JP-Sounds im Festzelt auf. Der Eintritt ist frei. Zum Schluss muss die Kerbelies dran glauben. Sie wird verbrannt, die Kerb ist aus.

Quelle: www.lahmer-esel.de/Presse/FNP092007B/fnp092007b.html